Bundesweiter Aktionstag Suchtberatung „Kommunal wertvoll!“

Aufruf in eigner Sache

Datum: 04.11.2020

Erstmals findet der Aktionstag Suchtberatung unter dem Motto „Kommunal wertvoll!“ statt. Die Schirmherrschaft für den Tag hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Daniela Ludwig übernommen.

Ziel ist es, Suchtberatungsstellen und Politik in den Kommunen miteinander in einen Dialog zu bringen. Dabei soll vor Ort auf die Dringlichkeit der (Weiter-)Finanzierung und die Zukunftssicherung der Suchtberatungsstellen aufmerksam gemacht werden.

Suchtberatungen sorgen dafür, dass Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörige frühzeitig eine angemessene Beratung sowie wirksame Hilfen vor Ort erhalten und suchtpräventive Maßnahmen angeboten werden können. Die Beratungsstellen sind zumeist die erste Anlaufstelle bei Fragen zum Thema Sucht und Abhängigkeit.

Für unsere Suchtberatungen braucht es eine stabile, kostendeckende und verlässliche Finanzierung!

Suchtberatung ist systemrelevant und trägt nachweislich dazu bei, die Chronifizierung und Folgekosten von Abhängigkeitserkrankungen zu verringern!

Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen der 9 STEP-Suchtberatungen stehen wir in 16 Kommunen für:

Bereits Anfang dieses Jahres haben die niedersächsischen Träger und Verbände der ambulanten Suchthilfe der Freien Wohlfahrtspflege einen Hilferuf veröffentlicht, da die Finanzierungszuwendungen des Landes Niedersachsen und einzelner Gebietskörperschaften zur Unterstützung der Arbeit der Suchtberatungsstellen lange Zeit stagnierte – während Personal- und Sachkosten in den letzten Jahren stetig gestiegen sind. Im Februar 2020 hieß es: „Die Differenz zwischen Zuwendung und tatsächlichen Kosten gefährdet den Bestand der Beratungsstellen“.

Die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen, auch für die Kommunen, können noch nicht abschließend bewertet werden. Doch schon jetzt steht fest: Verbessert hat es die Situation zur Finanzierung der Suchtberatungen nicht.


Die Ambulante Suchthilfe in Niedersachsen steht finanziell auf vier Pfeilern:

Den größten Teil der Kosten tragen die Kommunen (1) und das Land Niedersachsen (2), die Träger (3) bringen Eigenmittel ein und die Sozialversicherung (4) trägt die Kosten für eine ambulante Rehabilitation.

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