Unsere Historie

Die Geschichte der STEP ist fast so alt wie die Drogenszene in Deutschland. Unsere Arbeit begann Anfang der 70er Jahre mit einer kleinen Drogenberatungsstelle (Drobs) in Hannover und einer therapeutischen Wohngemeinschaft in Bennigsen im Deister. Im Laufe der nächsten Jahre und Jahrzehnte veränderte sich die Suchthilfe-Landschaft mehrmals – und die STEP veränderte sich auch. Zunächst war unsere Arbeit sehr stark von dem Ziel geprägt, Drogenabhängigen zu nachhaltiger Abstinenz zu verhelfen. Dazu wurden mehrere stationäre Einrichtungen aufgebaut und durch Angebote der Nachsorge ergänzt.

Mitte der 80er Jahre sorgte eine veränderte Rechtsauffassung für einen Wandel: Waren bis dahin die Sozialhilfeträger Ansprechpersonen, erklärten jetzt die Rentenversicherungsträger ihre Zuständigkeit im Bereich der stationären und ambulanten Rehabilitation. Die wirtschaftlichen und inhaltlichen Anforderungen wuchsen. Aus den therapeutischen Wohngemeinschaften wurden später medizinische Reha-Zentren und die Therapieangebote der Einrichtungen wurden individualisierter und differenzierter.

Die STEP schuf einen Behandlungsverbund mit Kontakt-, Beratungs- und Versorgungseinrichtungen im ambulanten Bereich und stationären abstinenzorientierten Angeboten, der niedrigschwellige und weiterführende Hilfen wirkungsvoll verknüpfte. Ein funktionierendes Suchthilfe-Netzwerk wurde damit etabliert.

In den 90er Jahren weiteten wir unsere Arbeit auf die Beratung und Behandlung bei legalen Süchten aus. Durch Vergrößerung und Diversifizierung stellten wir uns immer besser auf die sich ständig verändernden politischen und fachlichen Anforderungen an die Suchthilfe ein. Eine neue Gruppe Menschen kam auf die STEP zu. Aussiedler/innen mit ganz besonderen Bedarfen. Die STEP fand schnell neue Wege. Die kultursensible Beratung findet sich heute für viele Nationalitäten als selbstverständliches Angebot wieder.

Ab den 2000er wurden Leistungen spezifischer. Die Eingliederungshilfe wuchs proportional zu den etablierten Hilfemaßnahmen. Die Angebote für niedrigschwellige Arbeit wurden ausgebaut. Die Klinik am Kronsberg nahm ihre Arbeit auf. Suchterkrankungen fanden auch im legalen Kontext zunehmend Gehör: Kaufsucht, Spielsucht, Magersucht. Die STEP klärte auf und bot Hilfen für Betroffene.

Anfang 2015 wuchs die STEP mit der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg gGmbH zusammen. Die vier Lüneburger Einrichtungen Fachklinik Südergellersen, Adaption Lüneburg, aha! (jetzt: STEPin Wohngruppe Hagen) und Wohnheim Oedeme gingen in die STEP über. Die STEP ist durch diesen Zusammenschluss auf 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 26 Standorte gewachsen.

Die Verschmelzung mit der Parlos gGmbH in 2017 führte zu einem weiteren Wachstum der STEP auf 450 Mitarbeitenden. Mit den Beratungsstellen der Rose 12 und dem Café CaRo, den Häusern Bardenfleth und Kayhauserfeld, den Suchtberatungen in Friesland und der Drobs Cloppenburg war die STEP nun an 36 Standorten aktiv.

Auch mit den Angeboten der Eingliederungshilfe und der Jugendhilfe entwickelte sich die STEP weiter.

Bis zum Jahr 2019 sind nahezu 500 Beschäftigte in der STEP tätig. Über 40 Standorte und diverse Angebote machen die STEP zu einem der größten Sucht- und Jugendhilfeträgern in Niedersachsen und einer vielseitigen Arbeitgeberin mit einem starken, engagierten Netzwerk.

Während all der Jahre sind jedoch wichtige Größen unverändert geblieben: den Menschen mit Achtung und Würde zu begegnen, fürsorglich zu sein und dabei das Selbstbestimmungsrecht zu achten, die Unterstützung zur Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben, gehört zu den wichtigsten Werten der STEP.

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